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5. Oktober 2011

Von Tucanen, Kapuzineräffchen und Leguanen

Von Tucanen, Kapuzineräffchen und Leguanen

1. Oktober – 5. Oktober 2011
Geschrieben in Quepos

Die letzten Tage die uns in Costa Rica blieben, verbrachten wir in Quepos. Dem Ort, von dem aus man den Manuel Antonio Nationalpark besuchen kann, wenn man nicht in den teuren Hotels gleich beim Park übernachtet.

Am Morgen früh ging es los, bei Regen. Na ja, irgendwann wird es wohl aufhören…. Mit unserem Guide und sechs weiteren Touristen schlenderten (nicht wanderten) wir ca. 3 Stunden durch den Nationalpark. Der Park ist nicht so gross wie andere. Nur der zweitkleinste von Costa Rica. Aber dafür einer der schönsten.

Zum Glück hörte es nach ca. 1  1/2 Stunden auf zu regnen. Da war ich schon sehr froh, denn wenn es so stark regnet macht das ganze irgendwie nur halb so viel Spass. Man kann so  auch nicht so gut in die Bäume raufschauen und Faultiere entdecken, wenn es immer in die Augen regnet. Auf jeden Fall wurde es danach viel besser. Wir sahen Kapuzineräffchen, eben Faultiere, Tucane und viele Leguane (Iguanas) von klein bis gross und in den verschiedensten Farben. Der „Jesus Christ“ kann sogar übers Wasser rennen; deshalb der Name…

Im Park hat es wenige kleine Buchten. Weisser Strand mit vielen Kokosnüssen, klares, blaues Wasser (wenn der Himmer blau wäre…) und im Hintergrund der Dschungel. Wunderschön! Das verlockte schon ein bischen zum baden und verweilen. Das Wetter aber leider nicht. So liefen wir weiter, sahen noch mehr Faultiere (die schlafen übrigens 20 Stunden am Tag und 4 brauchen sie fürs Essen… 🙂 ) und noch mehr Iguanas. Am Strand, auf Bäumen, IN Bäumen (In Löchern der Stämme auf Kopfhöhe von Michi… er ist schön erschrocken…) und sonst sind die irgendwie überall.

Auf jeden Fall war dies – trotz schlechtem und sehr heissem Wetter – ein schöner Ausflug. Ist schon beeindruckend wieviele Pflanzen und Tiere es in diesem kleinen Land gibt.

Nun fliegen wir am Freitag weiter nach Ecuador und zwei Tage später auf die Galapagos-Inseln, auf denen wir eine 8-tägige Schiffstour machen werden. Somit wird der nächste Bericht in ca. zwei Wochen folgen.

Schiff ahoi,

Stine u der erste Offizier

2. Oktober 2011

Beachlife an der Pazifikküste

Beachlife an der Pazifikküste

22. Septebmer – 1. Oktober 2011
Geschrieben in Jacó

Geburtstags-"Kuchen"

Zuerst mal: Ja, wir haben es an Stine’s Geburtstag rechtzeitig an die Pazifikküste geschafft. Wir feierten den Geburtstag mit Baden im Meer und einem wunderbaren Abendessen in einem Strandrestaurant in Playa Tamarindo.

Bevor wir jedoch die Küste erreichten reisten wir mit einem Kleinbus innert gut 5 Stunden über hollprigste Strassen von Monteverde im zentralen Hochland nach Playa Tamarindo auf der Halbinsel Nicoya. Diese Kleinbusse für max. 8 Personen blieben dann auch unsere einzige Möglichkeit auf den Reisen zwischen den Strandorten.

Playa Tamrindo

Wir verbrachten nach der Ankunft aus Monteverde zwei Nächte in Tamarindo, das wegen des hohen Anteils an Amerikanern unter den Einheimischen auch Tamagringo genannt wird 🙂 Da wir während der Nebensaison in Costa Rica sind, war Tamarindo wie ausgestorben und wir hatten keine Mühe bald weiter zu ziehen.

Playa Samara

Der nächste Stopp machten wir in Samara, wo wir ein hübsches Zimmer direkt am Meer fanden. Nebst gutem italienischem Essen und einem ziemlich „unberührten“ Strand hatte man aber auch Samara realtiv schnell erlebt. Und so genossen wir das süsse Nichtstun und entspannten vom Stress der letzten Wochen vor der Abreise.

Montezuma

Der letzte Ort, welchen wir auf der Nicoya-Halbinsel besuchen wollten, war Montezuma, welches sich ganz im Süden  befindet. Nach erneuten 4h Busfahrt (für ca. 100km Strecke….) kamen wir am Dienstagmittag an und machten uns am Nachmittag sogleich auf den Weg Richtung Montezuma Wasserfall. Gemäss unserem Reiseführer führt „ein ausgeschildeter Pfad“ zum Ziel, wir fanden jedoch keine Schilder und eigentlich auch keinen richtigen Pfad. Uns so kämpften wir uns Meter für Meter durch den Dschungel, kletterten über glitschige Steine und passierten einen Fluss. Der Wasserfall selber war dann leider eine kleine Enttäuschung und das Schwimmbecken mit braunem Wasser lud uns überhaupt nicht zum baden ein. Also kämpften wir uns wieder zurück und genossen eine kalte Dusche im Zimmer. 🙂

Tags darauf startete um 09.00 Uhr der gebuchte Ausflug zur Isla Tortuga (Schildkröteninsel), auf der wir zwar keine Schildkröten, dafür aber so ziemlich den perfekten Strand fanden. Feinster weisser Sand, praktisch keine Wellen, Schattenplätze direkt unter Palmen und ein Wildschwein am Strand kommen doch schon ziemlich nahe an einen Traumstrand hin. Auf dem Weg mit dem Speedboat hin zur Insel entdeckte der Kapitän Delfine und chauffierte uns bis 5m an die springenden und singenden Tiere heran. Beim anschliessenden Schnorcheln im warmen Wasser sahen wir verschiedenste Fische und die Farbenpracht der Unterwasserwelt zog uns ein weiteres Mal in ihren Bann.

Jacó

Am Donnerstag querten wir ebenfalls mit dem Speedboat in ca. 75 Minuten den Golf von Nicoya. Unterwegs entdeckte wiederum unser Kapitän eine Buckelwalmutter mit ihrem Baby. Nach vorsichtiger Annäherung konnten wir im Abstand von ca. 20 Metern das Herausspringen (und vor allem ins Wasser platschen) beobachten. Wir sahen anscheinend bedeutend mehr als andere Personen auf sogenannten Whalewatching-Touren. 🙂

 

Wir bleiben nun noch bis am Montag in Jacó und reisen dann zum Manuel Antonio Nationalpark, unserem letzten Etappenort in Costa Rica. Danach geht es am 7. Oktober per Flugzeug via Miami nach Guayaquil in Ecuador. Wir melden uns bald wieder mit dem letzten Bericht aus Costa Rica.

Bis gli,
Stine u Michu

22. September 2011

Volcano, Bosque y Animales (Vulkan, Wald und Tiere)

Volcano, Bosque y Animales (Vulkan, Wald und Tiere)

16. Septebmer – 21. September 2011
Geschrieben in Santa Elena

Fast schon eine Woche ist es her, als wir in der herbstlichen Schweiz gestartet sind. Wir haben in den letzten Tagen so viel erlebt, dass unsere Abreise irgendwie schon sehr weit zurückliegt und wir bereits voll in unserer Reise angekommen sind. Bereits zu Beginn unserer Reise konnten wir zwei Naturhighlights erleben, von denen wir euch gerne berichten.

La Fortuna

Am Sonntagmorgen früh fuhren wir mit dem Express-Bus in 5 Stunden von San Jose nach La Fortuna. Express-Bus ist etwas übertrieben, er hielt nähmlich an jeder Haltestelle an und ab und zu mussten die Leute im engen Gang stehen, und dies bei Kurven, wie wir sie von unseren Bergen kennen (zum Glück nahm ich noch Reisetabletten vor der Abfahrt). In La Fortuna angekommen umschwärmten uns schon zahlreiche Tourenanbieter welche uns ihre Abenteuer verkaufen wollten. Wir gingen –  ohne etwas zu reservieren –  in unser Hostel. Maurice, der ca. 1m 50 grosse Hostelbesitzer erzählte uns, was wir so alles unternehmen können.

So fuhren wir noch am selben Nachmittag mit dem Taxi zur Catarata La Fortuna, dem 70m hohen Wasserfall im Regenwald. Wir stiegen ca. 20 Minuten einen steilen Weg hinab bis zum Wasserfall. In einem vorgelagerten Becken konnten wir im erfrischenden Wasser baden. Die Erfrischung war dringend nötig, denn hier in La Fortuna ist es 30 Grad heiss und hat eine Luftfeuchtigkeit von ca. 80%! Da kamen wir doch ein bisschen ins schwitzen, und dies auch ohne uns zu bewegen. Den selben Weg mussten wir natürlich auch wieder hinauf – bei 30 Grad und 80% Luftfeuchtigkeit – da hätte es oben schon auch noch ein Becken mit kühlem Wasser geben können.  Doch als „Erfrischung“ gabe es für uns Regen.  Sehr viel Regen… Wir wollten eigentlich ins Dorf zurück laufen und so warteten wir, bis der Regen aufhörte. Leider war dies nach einer Stunde immer noch nicht der Fall, nein, es wurde soger noch schlimmer. Es regnete in Strömen. Wenn es bei uns in der Schweiz so regnet, dann stehe ich immer ans Fenster und denke: ooohhhhh waauuuu….! Aber hier ist das normal für diese Jahreszeit. Der Parkranger meinte es höre wohl heute nicht mehr auf und so bestellten wir ein Taxi und fuhren zurück ins Hostel.

Am Montag Nachmittag gingen wir mit einer gebuchten Tour in den Vulkan Arenal Nationalpark eine „Wanderung“ machen. Die Tour war sehr kurz aber spannend, da wir unter anderem auf den erhärteten Lavaströmen wandern und die Pflanzen und Tierwelt bestaunen konnten. Das Wetter war leider sehr schlecht (da war dann die kürze der Wanderung doch wieder ok!). Den Vulkan konnten wir wegen dem Nebel nicht sehen und es regnete wie aus Kübeln. Am Schluss der Tour waren wir bis auf die Unterhosen durchnässt. Unsere guten GoreTex Regenjacken hielten dem Regen nicht stand.  Als Highlight der Tour sahen wir aber noch einen kleinen Red Eye Frosch (nicht giftig) den wir sogar auf der Hand halten konnten. (Bei Stine sprang er gleich von der Hand an den Hals…) 🙂

Zum Glück gingen wir danach zu einer natürlichen warmen Quelle wo wir baden konnten und noch ein Touristen Znacht erhielten. So a la „All you can eat“ American Buffet, was eher nicht unser Style ist.

Bosque nuboso Monteverde (Nebelwald in Monteverde)

Dienstag: Mit einer Jeep-Boot-Jeep Fahrt durch Regenwald, über den Lago Arenal und durch wunderschöne, saftig grüne Hügellandschaften mit vielen Kühen und Pferden (sah teils aus wie in der Schweiz) kamen wir nach Santa Elena. Ein kleines Dorf, welches nur vom Tourismus lebt und 5km vom Nebelwald in Monteverde entfernt ist. Wir fanden ein gemütliches Hotel mit einem grossen Zimmer und riesiger Fensterfront mit Sicht auf den Nebelwald.

Am Nachmittag besuchen wir ein Serpentarium in Santa Elena wo wir eine super interessante und lehrreiche Privatführung über Costa Ricas Schlangen erhielten. Nun wissen wir, vor welchen Schlangen wir besser Abstand halten sollten. 🙂 „Nur“ die Viper und die Korallenschlangen  sind giftig. Bei allen anderen würde ich zwar trotzdem davonlaufen, aber sie wären nicht giftig.

Am Mittwoch um halb 8 startete unsere Führung im Bosque nuboso! Wir wurden für eine spanische Führung angemeldet… zuerst hatte Michu seine Bedenken, ging dann aber super! Michu verstand schon recht viel (der lehrt ja so schnell….) und der Rest habe ich ihm übersetzt. Die Führer hier sind alle sehr gut ausgebildet und kennen sich bestens aus. Deshalb sahen wir viele kleine Tierchen, welche wir alleine nie gesehen hätten. Leider, oder auch zum Glück hatte es kein Nebel im Nebelwald (wir wissen ja nicht wie es mit Nebel gewesen wäre…). Dies ist der Klimaerwärmung zuzuschreiben…

Diese Führung würde ich sofort nochmals machen. War sehr sehr schön,  spannend und professionell. Nach 3 Stunden Führung wanderten wir noch alleine zu einer Hängebrücke (machte mir gar kein Spass, war viel zu hoch und schaukelte…). Danach liefen wir die 5km zurück nach Santa Elena.

Heute war ein wunderschöner Tag mit viel Spass und vielen schönen Eindrücken!

Morgen früh geht es nun weiter Richtung der Pazifik-Küste. Ziel ist es an Stine’s Geburtstag im Meer baden zu können.

Bis gli,
Stine u Michu