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1. Mai 2012

Australische Inselhighlights

Australische Inselhighlights

14. April – 2. Mai 2012
Geschrieben in Cairns, Australien

Das Wetter war leider auch auf unserem letzten Abschnitt nicht immer auf unserer Seite. Die Sonne zeigte sich zwar ab und zu, aber oft regnete es. Zum Beispiel auch auf unserem geführten Ausflug nach Fraser Island, welche mit 120km Länge und 15km Breite die grösste Sandinsel weltweit ist und der einzigen Ort, wo Regenwald auf Sand wächst. Die Insel befindet sich nur 30 Fährminuten von Hervey Bay entfernt, von wo aus wir starteten.

Nach einer kurzen Busfahrt machten wir einen relativ kurzen Spaziergang durch den feuchten und üppigen Regenwald. Weiter ging es auf einer sehr holpriger Sandpiste zum 75 Mile Beach, einem breiten Sandstrand auf dem wir mehr als eine halbe Stunde aufwärts zum rostigen Schiffswrack „Maheno“ fuhren. Dieses japanische Schiff wurde 1935 wegen einem Wirbelsturm hier an Land gespült. Auch wenn das Wetter gut gewesen wäre hätten wir im Meer nicht baden können. Hier wimmle es nur so von Tigerhaien hat uns unsere Reiseleiterin erzählt…

Nur 2km von diesem Schiffswrack entfernt plätschert der Eli Creek, ein glasklarer kleiner Fluss. Entweder läuft man auf dem Weg (ca. 300m) dem Fluss entlang (wie ich es getan habe) oder man läuft im Fluss stromaufwärts (so wie Michu). Mit beiden Varianten kann man sich danach stromabwärts durch dichten Regenwald bis zum Strand  treiben lassen.

Den Nachmittag verbrachten wir am Lake McKenzie, einem Regenwassersee wiederum glasklar. Leider ist der wunderschöne weisse Sandstrand, den man auf jedem Fraser Island Prospekt und auf jeder Postkarte sieht verschwunden. Der viele Regen hat den See zum überlaufen gebracht und das Wasser ist nicht mehr abgeflossen. Es war aber trotzdem schön hier zu schwimmen und den feinen Sand durch die Hände rieseln zu lassen (halt nur im Wasser…).

Je weiter wir nach Norden fuhren desto heisser, tropischer aber auch sonniger wurde es. So verbrachten wir ein paar schöne Tage im kleinen Airlie Beach. Uns hat dieser Ort gut gefallen obwohl er sehr touristisch ist. Leider konnten wir hier wegen den gefährlichen Quallen nicht im Meer baden aber deshalb bauten sie ja extra eine künstliche Lagune. Von hier aus machten wir wiederum einen geführten Ausflug auf die Whitsunday Island. Der Whitsunday Archipel besteht aus 74 Inseln. Wir fuhren an einigen davon vorbei und gingen bei der grössten, eben der Whitsunday Island, an Land. Dort konnten wir den blendendweissen berühmten Whithaven Beach geniessen. Die Sonne schien und es war unglaublich heiss. Auch deshalb konnten wir einem kurzen Bad in diesem wunderschönen klaren Meer nicht wiederstehen.

Unsere Reise ging via Townsville – eine Stadt die man nicht unbedingt gesehen haben muss – weiter nach Cairns. Kurz vor Cairns rutschten wir noch die Josephine Falls hinunter. Das war eines der schönsten Dinge die wir in Australien gemacht haben. Inmitten des Regenwaldes befinden sich diese Wasserfälle und im untersten Becken kann man im klaren kühlen Wasser schwimmen. Vom zweituntersten Becken ins unterste fliesst das Wasser über einen breiten Stein hinunter und wir konnten mitrutschen. Immer und immer wider!

Die letzten paar Tage hier in Australien verbrachten wir in Cairns. Wir genossen die Wärme und ab und zu die Sonne (meistens war es bewölkt…) an der grossen Salzwasserlagune, flanierten an der langen Promenade entlang, schmökerten in den vielen kleinen Geschäften und gingen jeden Abend superfein essen. Auch hier konnten wir nicht mehr im Meer baden. Erstens wegen den Quallen und wie wenn das nicht genug wäre an gefährlichen Tieren hat es hier auch noch Krokodile. J

Unsere Reise geht nun bald zu Ende. Vor uns haben wir noch vier Tage Singapore und einen langen Flug nach Hause. Nächste Woche treffen wir in Zürich ein und freuen uns riesig auf die Familien, die Freunde und unser zu Hause.

Bis gli,
Stine u Michu

15. April 2012

Goldhase an der Gold Coast

Goldhase an der Gold Coast

2.  – 13. April 2012
Geschrieben in Noosa, Australien

Wir kamen genau einen Tag vor Ostern an der berühmten Gold Coast an, was ein kleines Problem war. Es war fast unmöglich noch irgendwo einen Platz zum schlafen zu finden. Wir telefonierten vier Tage vorher mit neun Campingplätzen entlang der Küste. Alle ausgebucht! Eine Dame aber versicherte uns sie werde schon noch irgendwo einen Platz für uns finden. Wir blieben eine Woche dort; in Coolangatta mit seinem schönen Kirra Beach mit den super Wellen nur ein paar Meter von unserem „zu Hause“ entfernt. Von dort aus besuchten wir das überlaufene, aber doch hübsche Byron Bay im Süden und das noch mehr überlaufene sehr moderne Surfers Paradise im Norden.  In Byron Bay fuhren wir hinauf zum Leuchtturm und hatten so einen wunderschönen Blick auf die kleine Stadt und all die Surfstrände. Surfers Paradise kam uns ein bisschen wie das Las Vegas der Gold Coast vor mit den Hochhäusern (fast alle sind Hotels), den Leuchtreklamen und den schier endlosen Unterhaltungsmöglichkeiten.

Nach den Ostertagen besuchten wir den Wasserpark Wet’n Wild in der Nähe von Surfers Paradise. Wir dachten wir wären schlau und gehen erst einen Tag nach Ostern hin denn an Ostern hat es sicher hunderte von Besuchern. Na ja… Hunderte Besucher waren genau so schlau wie wir und somit mussten wir halt ein bisschen anstehen… Aber es hat sehr viel Spass gemacht. Unsere Lieblingsbahnen sind „Tornado“, da geht es mit einem grossen Reifen recht steil hinunter in einen Trichter wo man sehr schnell hin und her „fliesst“ bis man durch ein Loch unten im Trichter fällt. Die zweite war der „Aqualoop“ (ich weigerte mich zuerst hier runterzurutschen…). Zuerst bekommt man ein Brett an den Rücken gebunden, dann steht man in einer Röhre bis nach dem 3, 2, 1 Countdown der Boden wegklappt und man senkrecht hinunterstürzt, später einen Looping macht und kurz darauf unten mit Herzklopfen ankommt. Das ganze dauert ein paar Sekunden und macht wirklich Spass! J

Nach diesem Adrenalin-Tag erholten wir uns zwei Tage lang in Brisbane. Brisbane ist die drittgrösste Stadt von Australien und hat ca. 1.8 Mio. Einwohner. Sie liegt ein paar Kilometer landeinwärts an einem Fluss und ist sehr übersichtlich. Wir konnten das Zentrum ohne Problem zu Fuss erkunden und fanden historische Gebäude, einen botanischen Garten, die interessante Gallery of Modern Art und eine künstlich angelegte tropische Poollandschaft mit Sandstrand. Schliesslich sind es bis zum Meer ja auch 60km…!

In der Nähe von Brisbane machten wir noch einen ganzen Tag Halt im Australia Zoo der Dank des verstorbenen „Crocodile Hunter“ Steve Irwin wohl der berühmteste Zoo des Landes ist. Die Ehefrau und die zwei Kinder von Steve (plus ein paar weitere Aufseher) bieten eine grossartige und humorvolle Krokodilshow inklusive Fütterung. Auch die 12 jährige Tochter Bindi fütterte das riesige Krokodil. Sie wird hier von den Teenies verehrt wie Miley Cyrus in den USA… Ausser den vielen Krokodilen gibt es im Zoo auch noch Kängurus und Koalas die man streicheln kann, diverse Schlangenarten aus ganz Australien (welche man lieber nicht streicheln sollte) und allerlei andere Tiere aus aller Welt (die man leider nicht streicheln darf). Der Zoo ist superschön gestaltet und die Tiere haben hier extrem viel Platz. Wir fanden den Zoo einer der schönsten welchen wir bis heute besucht haben.

Nun hoffen wir, dass das Wetter noch ein bisschen mehr auf unserer Seite ist und wir entlang des Great Barrier Reef schnorcheln und „sünnele“ können.

Übrigens: Auch wir durften an Ostern einen schweizer Lindt-Goldhasen suchen und natürlich essen… 🙂

Bis gli,
Stine u Michu

 

5. April 2012

Big City Life an der Ostküste

Big City Life an der Ostküste

23. März – 1. April 2012
Geschrieben in Coffs Harbour, Australien

Nach eher ruhigeren Tagen zwischen Melbourne und Sydney freuten wir uns wieder eine Metropole besuchen zu dürfen. Die Stadt mit vier Millionen Einwohnern hat eigentlich alles zu bieten was man sich von einer Stadt wünscht: Schöne Parks, gute Einkaufsmöglichkeiten, eine wunderbare Skyline, etwas Kultur, super Strände, gutes Essen und jede Menge zum Anschauen. Kein Wunder ist Sydney vor allem bei Sprachschülern sehr hoch im Kurs.

Da wir unser Auto irgendwo sicher parkieren wollten, wählten wir kein Hostel direkt in der Stadt sondern im Aussenquartier Newtown. Dankbarerweise erwischten wir so auch die absolut perfekte Wohngegend um sich allabendlich durch verschiedene Kulturen zu essen. Innerhalb von 200m fand man an einer Strasse indische, italienische, australische, englische, chinesische, vietnamesische, türkische, amerikanische (Burger…) und gefühlte tausend thai Restaurants. 🙂

Per Metro erreichten wir am ersten Tag innert Minuten das Zentrum und liefen den vom Reiseführer vorgeschlagenen Stadtspaziergang im Zentrum. Nebst Museen, Parks und der Kathedrale war vor allem die Ankunft beim weltberühmten Opernhaus das Highlight. Vorgängig bereits etliche Male auf Fotos und Videos gesehen, mag einem dieses Bauwerk wirklich in den Bann ziehen. Nebst dem ultramodernen und von Hochhäusern geprägten Geschäftsviertel bot uns das alte Viertel „The Rocks“ Eindrücke wie in London. Spannend war auch der Besuch der Hyde Park Barracks, dem ehemaligen Gefangenenlager, das heute ein Museum darstellt. Die Entstehungsgeschichte der englischen Kolonien wurde hier eindrücklich erklärt und illustriert.

Tags darauf besuchten wir den Bondi Beach welcher wohl zu den weltberühmtesten Stränden überhaupt zählt. Sehr viele Surfer und einige wenige Schwimmer bevölkerten das Wasser welches von den berühmten Bondi Lifeguards überwacht wird. Die Rettungsschwimmer besitzen einen Hauch mehr Stil als Mitch Buchannon am Strand von Malibu…. Der anschliessende Spaziergang entlang der Klippen begeisterte uns vor allem deswegen, weil wir in der Nähe einer solchen riesigen Stadt noch nie ein so sauberes Meer gesehen haben!

Nachdem wir am dritten Tag einige weitere Quartiere besuchten und dabei bei der schweizer Bäckerei „Swiss Bakerz“ einen Nussgipfel, Mandelgipfel, Bienenstich und eine Züpfe genossen (vielen Dank Res für deinen Tipp), besuchten wir Tags darauf den Zoo und das Aquarium. Dabei sahen wir übrigens auch die ersten lebenden Kängurus und Wallabys…

Die letzten beiden Tage im Grossraum Sydney verbrachten wir am Strand von Manly welcher wiederum super Wellen und klarstes Wasser bot.

Nach einer Woche brachen wir auf und besuchten die ca. 100km entfernten Blue Mountains welche als Hausberge Sydneys gelten. Einige schöne Ausblicke und ein Fondue später fuhren wir dann weiter ins Hunter Valley, dem berühmtesten Weingebiet Australiens. Zwischen Reben und mit einem guten Nachtessen liessen wir den Abend ausklingen und erfreuten uns sogar noch an den ersten wilden Wallabys, die wir entdeckten.

Den letzten Tag in diesem Bericht verbrachten wir in Port Stephens wo wir das wieder einmal schönere Wetter am wunderschönen Strand genossen.

Nun geht es bald weiter in die berühmten Surf-Orte Byron Bay, Surfers Paradise und Brisbane.

Wir wünschen euch ganz schöne Ostern und viel Spass beim Osternäschtli suchen!

Bis gli,
Stine u Michu

23. März 2012

Ungewohnte Blickwinkel (mit Helirundlflug-Video)

Ungewohnte Blickwinkel (mit Helirundlflug-Video)

11. – 22. März 2012
Geschrieben in Sydney, Australien

Wir sind in Australien!! Nach einem kurzen Flug sind wir in Melbourne angekommen. Wir verbrachten hier ein paar Tage bis wir unser Spaceship (www.spaceships.tv) abholen konnten. Wir genossen es nach so langer Zeit in der Natur wieder einmal in einer Grossstadt zu sein.

Melbourne ist mit knapp vier Millionen Einwohnern eine riesige Stadt, welche ein modernes Zentrum besitzt, das nebst modernen Gebäuden auch immer wieder historische Glanzpunkte setzt. Die alten, wunderschönen Gebäude mitten in den Hochhäusern kamen uns fast unwirklich vor. Wie wenn man sie künstlich gebaut hätte wie in Las Vegas oder Disneyworld. Die im Südosten gelegene Stadt hat uns während drei Tagen bestens unterhalten. Nebst dem Städtereise-typischen shoppen, viel und gut Essen, Hafen erkunden und Grünflächen bewundern, hat uns der Ausflug auf das höchste Gebäude der südlichen Halbkugel begeistert. Mit einem Tag/Nacht-Ticket besuchten wir das 88igste Stockwerk auf 290m am gleichen Tag zweimal und genossen vor allem am Abend den grandiosen Ausblick über die Metropole. Nebst dem Gelände der Australian Open konnte man auch die Formel 1-Strecke und viel Anderes entdecken. 🙂

Australien Part 1

Vor einer Woche übernahmen wir dann unser Spaceship, welches einem Van mit Bett und kleinem Kühlschrank entspricht und gingen uns erstmals mit allen Notwendigkeiten ausrüsten. Mit neuen Campingstühlen, einem Tisch, einer LED-Laterne, Anti-Mücken-Zeugs und mit einem 12V-Steckeradapter waren wir dann bereit für unsere erste Etappe, die Great Ocean Road. Diese Küstenstrasse führt von Melbourne etwa 300km westlich entlang der Tasman-Sea. Wir fuhren der wilden Küste entlang durch kleine Dörfchen und riesige Wälder (wo wir ganz nah an der Strasse einen Koalabären entdeckten!) bis zum grossen Highlight: Den spektakulären Felsformationen „Die zwölf Aposteln“ und  „London Bridge“. Bei letzterer ist leider vor ein paar Jahren die halbe Brücke eingebrochen. Hier konnte Michu endlich sein Geburtstagsgeschenk von 2011 bei mir einlösen. 🙂 Einen Helikopterrundflug über die Küste mit Blick auf die Aposteln (es stehen nicht mehr alle zwölf…), die London Bridge und auf weitere Felsformationen. Es war ein eindrückliches Erlebnis aber schaut am Besten selbst!

 

Wir fuhren den ganzen Weg wieder zurück und weiter via Melbourne durch diverse Nationalparks mit viel Wald, vor allem Eukalyptusbäumen und vielen „Achtung Känguru“ Zeichen. Gesehen haben wir bis jetzt keins. (Auf jeden Fall kein lebendes…). Dafür aber schon eine grosse, schwarze Schlange. Ist ja auch nicht schlecht für den Anfang. Über den Sapphire Coast Drive im Osten des Landes ging es Richtung Norden. Was sich so toll anhört, war gar nicht so toll. Wir sahen sozusagen nichts von der Küste. Die Strasse führte wieder durch Wald und Busch… wir bogen aber ab und zu rechts ab um doch noch einen Blick auf das schöne, blaue Meer zu werfen.

Da sich Melbourne und Sydney nicht einigen konnten wer die Hauptstadt wird, hat man 1911 zwischen den zwei rivalisierenden Städten eine Hauptstadt gebaut. Canberra! Eigentlich hatten wir vor, zwei Nächte hier zu verbringen um die Stadt zu besichtigen. Wir waren gerade mal einen Nachmittag dort. Die Stadt hat zwar viel Grün und viele moderne Gebäude, darunter das alte und neue Parlamentshaus, aber sonst nicht viel zu bieten. Nicht weit von Canberra an der Küste fanden wir noch einen schönen Fleck zum verweilen. Die Jervis Bay. Eine grosse, geschützte Bucht mit mehlig weissen Sandstränden und herzigen, kleinen Dörfchen. Am Strand und beim Spazieren genossen wir hier zwei schöne Tage. Zwar konnten wir wegen der Strömung, der kalten Wassertemperatur und wegen der fehlenden Aufsicht nicht baden, aber das können wir hoffentlich weiter oben nachholen.

Jetzt freuen wir uns auf Sydney!

Bis gli,
Stine u Michu