Archiv | April, 2012
15. April 2012

Goldhase an der Gold Coast

Goldhase an der Gold Coast

2.  – 13. April 2012
Geschrieben in Noosa, Australien

Wir kamen genau einen Tag vor Ostern an der berühmten Gold Coast an, was ein kleines Problem war. Es war fast unmöglich noch irgendwo einen Platz zum schlafen zu finden. Wir telefonierten vier Tage vorher mit neun Campingplätzen entlang der Küste. Alle ausgebucht! Eine Dame aber versicherte uns sie werde schon noch irgendwo einen Platz für uns finden. Wir blieben eine Woche dort; in Coolangatta mit seinem schönen Kirra Beach mit den super Wellen nur ein paar Meter von unserem „zu Hause“ entfernt. Von dort aus besuchten wir das überlaufene, aber doch hübsche Byron Bay im Süden und das noch mehr überlaufene sehr moderne Surfers Paradise im Norden.  In Byron Bay fuhren wir hinauf zum Leuchtturm und hatten so einen wunderschönen Blick auf die kleine Stadt und all die Surfstrände. Surfers Paradise kam uns ein bisschen wie das Las Vegas der Gold Coast vor mit den Hochhäusern (fast alle sind Hotels), den Leuchtreklamen und den schier endlosen Unterhaltungsmöglichkeiten.

Nach den Ostertagen besuchten wir den Wasserpark Wet’n Wild in der Nähe von Surfers Paradise. Wir dachten wir wären schlau und gehen erst einen Tag nach Ostern hin denn an Ostern hat es sicher hunderte von Besuchern. Na ja… Hunderte Besucher waren genau so schlau wie wir und somit mussten wir halt ein bisschen anstehen… Aber es hat sehr viel Spass gemacht. Unsere Lieblingsbahnen sind „Tornado“, da geht es mit einem grossen Reifen recht steil hinunter in einen Trichter wo man sehr schnell hin und her „fliesst“ bis man durch ein Loch unten im Trichter fällt. Die zweite war der „Aqualoop“ (ich weigerte mich zuerst hier runterzurutschen…). Zuerst bekommt man ein Brett an den Rücken gebunden, dann steht man in einer Röhre bis nach dem 3, 2, 1 Countdown der Boden wegklappt und man senkrecht hinunterstürzt, später einen Looping macht und kurz darauf unten mit Herzklopfen ankommt. Das ganze dauert ein paar Sekunden und macht wirklich Spass! J

Nach diesem Adrenalin-Tag erholten wir uns zwei Tage lang in Brisbane. Brisbane ist die drittgrösste Stadt von Australien und hat ca. 1.8 Mio. Einwohner. Sie liegt ein paar Kilometer landeinwärts an einem Fluss und ist sehr übersichtlich. Wir konnten das Zentrum ohne Problem zu Fuss erkunden und fanden historische Gebäude, einen botanischen Garten, die interessante Gallery of Modern Art und eine künstlich angelegte tropische Poollandschaft mit Sandstrand. Schliesslich sind es bis zum Meer ja auch 60km…!

In der Nähe von Brisbane machten wir noch einen ganzen Tag Halt im Australia Zoo der Dank des verstorbenen „Crocodile Hunter“ Steve Irwin wohl der berühmteste Zoo des Landes ist. Die Ehefrau und die zwei Kinder von Steve (plus ein paar weitere Aufseher) bieten eine grossartige und humorvolle Krokodilshow inklusive Fütterung. Auch die 12 jährige Tochter Bindi fütterte das riesige Krokodil. Sie wird hier von den Teenies verehrt wie Miley Cyrus in den USA… Ausser den vielen Krokodilen gibt es im Zoo auch noch Kängurus und Koalas die man streicheln kann, diverse Schlangenarten aus ganz Australien (welche man lieber nicht streicheln sollte) und allerlei andere Tiere aus aller Welt (die man leider nicht streicheln darf). Der Zoo ist superschön gestaltet und die Tiere haben hier extrem viel Platz. Wir fanden den Zoo einer der schönsten welchen wir bis heute besucht haben.

Nun hoffen wir, dass das Wetter noch ein bisschen mehr auf unserer Seite ist und wir entlang des Great Barrier Reef schnorcheln und „sünnele“ können.

Übrigens: Auch wir durften an Ostern einen schweizer Lindt-Goldhasen suchen und natürlich essen… 🙂

Bis gli,
Stine u Michu

 

5. April 2012

Big City Life an der Ostküste

Big City Life an der Ostküste

23. März – 1. April 2012
Geschrieben in Coffs Harbour, Australien

Nach eher ruhigeren Tagen zwischen Melbourne und Sydney freuten wir uns wieder eine Metropole besuchen zu dürfen. Die Stadt mit vier Millionen Einwohnern hat eigentlich alles zu bieten was man sich von einer Stadt wünscht: Schöne Parks, gute Einkaufsmöglichkeiten, eine wunderbare Skyline, etwas Kultur, super Strände, gutes Essen und jede Menge zum Anschauen. Kein Wunder ist Sydney vor allem bei Sprachschülern sehr hoch im Kurs.

Da wir unser Auto irgendwo sicher parkieren wollten, wählten wir kein Hostel direkt in der Stadt sondern im Aussenquartier Newtown. Dankbarerweise erwischten wir so auch die absolut perfekte Wohngegend um sich allabendlich durch verschiedene Kulturen zu essen. Innerhalb von 200m fand man an einer Strasse indische, italienische, australische, englische, chinesische, vietnamesische, türkische, amerikanische (Burger…) und gefühlte tausend thai Restaurants. 🙂

Per Metro erreichten wir am ersten Tag innert Minuten das Zentrum und liefen den vom Reiseführer vorgeschlagenen Stadtspaziergang im Zentrum. Nebst Museen, Parks und der Kathedrale war vor allem die Ankunft beim weltberühmten Opernhaus das Highlight. Vorgängig bereits etliche Male auf Fotos und Videos gesehen, mag einem dieses Bauwerk wirklich in den Bann ziehen. Nebst dem ultramodernen und von Hochhäusern geprägten Geschäftsviertel bot uns das alte Viertel „The Rocks“ Eindrücke wie in London. Spannend war auch der Besuch der Hyde Park Barracks, dem ehemaligen Gefangenenlager, das heute ein Museum darstellt. Die Entstehungsgeschichte der englischen Kolonien wurde hier eindrücklich erklärt und illustriert.

Tags darauf besuchten wir den Bondi Beach welcher wohl zu den weltberühmtesten Stränden überhaupt zählt. Sehr viele Surfer und einige wenige Schwimmer bevölkerten das Wasser welches von den berühmten Bondi Lifeguards überwacht wird. Die Rettungsschwimmer besitzen einen Hauch mehr Stil als Mitch Buchannon am Strand von Malibu…. Der anschliessende Spaziergang entlang der Klippen begeisterte uns vor allem deswegen, weil wir in der Nähe einer solchen riesigen Stadt noch nie ein so sauberes Meer gesehen haben!

Nachdem wir am dritten Tag einige weitere Quartiere besuchten und dabei bei der schweizer Bäckerei „Swiss Bakerz“ einen Nussgipfel, Mandelgipfel, Bienenstich und eine Züpfe genossen (vielen Dank Res für deinen Tipp), besuchten wir Tags darauf den Zoo und das Aquarium. Dabei sahen wir übrigens auch die ersten lebenden Kängurus und Wallabys…

Die letzten beiden Tage im Grossraum Sydney verbrachten wir am Strand von Manly welcher wiederum super Wellen und klarstes Wasser bot.

Nach einer Woche brachen wir auf und besuchten die ca. 100km entfernten Blue Mountains welche als Hausberge Sydneys gelten. Einige schöne Ausblicke und ein Fondue später fuhren wir dann weiter ins Hunter Valley, dem berühmtesten Weingebiet Australiens. Zwischen Reben und mit einem guten Nachtessen liessen wir den Abend ausklingen und erfreuten uns sogar noch an den ersten wilden Wallabys, die wir entdeckten.

Den letzten Tag in diesem Bericht verbrachten wir in Port Stephens wo wir das wieder einmal schönere Wetter am wunderschönen Strand genossen.

Nun geht es bald weiter in die berühmten Surf-Orte Byron Bay, Surfers Paradise und Brisbane.

Wir wünschen euch ganz schöne Ostern und viel Spass beim Osternäschtli suchen!

Bis gli,
Stine u Michu