Archiv | Februar, 2012
28. Februar 2012

Tewhakarewarewatangaoteopetauaawahiao

Tewhakarewarewatangaoteopetauaawahiao

9. – 23. Februar 2012
Geschrieben in Nelson, Neuseeland

Nach sechs Stunden Flug und einen Tag später (Datumsgrenze) landeten wir in Auckland, Neuseeland! Jetzt sind wir der Schweiz zeitlich voraus! Hier reisen wir mit einem Camper in einem Monat von Norden nach Süden. Auckland bis Christchurch.

Bevor wir den Camper übernehmen konnten, verbrachten wir zwei Tage in Auckland. Eine wunderschöne, kleine und übersichtliche Stadt. Damit ist das Zentrum gemeint, denn mit all den Quartieren mit seinen Einfamilienhäusern ist die Stadt recht gross. Die Neuseeländer haben Platz. So kann sich jeder ein eigenes Haus bauen. Die Fläche ist 8x so gross wie die Schweiz aber Einwohner haben sie halb so viele… (ein bisschen mehr als 4 Mio.).

Wir besichtigten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie z.B. das alte Gebäude des Civic Theaters, den  eleganten Albert Park mit der Universität und dem alten Regierungsgebäude, den 328m hohen Sky Tower und die Art Gallery, die aussieht wie ein Schloss. Das schönste in dieser Stadt war aber wieder mal der grosse Hafen. Wir verbrachten viel Zeit dort, unter anderem weil es gute, neue In-Restaurants und Bars entlang den Piers gab und sehr viele, extrem luxuriöse Jachten und Segelschiffe. Auch das Americas Cup Matchrace-Boot des Teams Neuseeland konnte man hier bestaunen.

Und dann konnten wir endlich unseren Camper abholen und losfahren. Wir freuten uns so sehr aufs selber kochen, dass das erste was wir machten einkaufen in einem grossen Supermarkt war. Das Sortiment war wie in der Schweiz, wenn nicht noch grösser!

Ab gings durch die Stadt aufs Land Richtung Norden via Goat Island nach Russell in der Bay of Islands. Wir buchten eine Tour: „Schwimmen mit Delphinen“.  Ich freute mich natürlich riesig obwohl dies vier Stunden auf einem Boot bedeutete. (Mit Tabletten und den Kopf voller Delphinen ging dies aber tip top). Die Delphine hatten an diesem Tag keine Lust mit uns zu spielen und wir konnten nicht mit ihnen schwimmen aber wir haben sie lange und von sehr nahe gesehen. Schon das war es wert!

Was wir raufgefahren sind mussten wir auch wieder runter. Und fuhren die nächste Halbinsel wieder hinauf.  Über die kurvenreiche Strasse kamen wir zum Hot Water Beach auf der Coromandel Peninsula. Dort gruben wir uns am Strand ein Loch, sassen rein und genossen das 70 Grad heisse Wasser, welches bei Ebbe an die Oberfläche stösst. (Wir mussten das Wasser mit kaltem Meerwasser verdünnen, sonst wäre es doch etwas zu heiss gewesen…) Gewärmt wird das Wasser durch den untendurch fliessenden Lavastrom… Wir waren nicht die Einzigen mit dieser Idee. Es hatte etwa 200 Leute, die die Gleiche hatten!

Wieder runtergefahren und nach einem Bad im Meer an der beliebten Bay of Plenty mit 9 km Strand, verliessen wir die Küste und fuhren ins Landesinnere nach Rotorua. Als Willkommensgeschenk erhielten wir gleich bei der Ankunft eine Nase voll von der schwefelreichen Luft der vielen dampfenden Thermalquellen und brodelnden Schlammtümpeln. Die Maori verehren diesen Ort  und deshalb gingen wir nach Whakarewarewa oder kurz Whaka (der Titel dieses Berichts ist übrigens der volle Maori-Name dieses Dorfes). Ein Dorf mitten in Rotorua, in dem schon seit Hunderten von Jahren und noch heute Einheimische Maori leben. Mit einem „Stadtplan“ in der Hand besichtigten wir die verschiedenen Thermalquellen welche die Maori zum baden, waschen und kochen noch heute benutzen. Das Highlight auf dieser Tour war aber der berühmte Geysir, der heisses Wasser bis zu 30m in die Höhe schiesst.

Gesamtüberlick WR 11/12

An Vulkanen vorbei fuhren wir weiter bis nach Waitomo und besichtigten eine Glühwürmchenhöhle. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Höhle ging es in einem Boot durch die stockdunklen Gänge. Über uns tausende von Glühwürmchen. Es sah aus wie ein Sternenhimmel. Wunderschön aber kurz. Wir wären gerne noch ein wenig länger in der Dunkelheit  geblieben.

Ein weiterer sehenswerter Ort auf der Nordinsel ist Wellington. Eine kleine Stadt mit viel Charme und extrem vielen und guten Cafes. Wir spazierten durch den Botanischen Garten gingen in den Zoo und ins Te Papa Museum. Das beste Museum von Neuseeland hiess es. Und das glauben wir gerne! Es bietet sehr viele verschiedene Ausstellungen. Von Erdbeben- und Vulkankunde (es gab einen Erdbebensimulator… war nicht sehr angenehm) über die ganze Tier- und Pflanzenwelt von Neuseeland (der grösste je gefangene Oktopus liegt hier; oder ein Blauwal-Skelett), die Geschichte der Einwanderer bis hin zu jeglichen Informationen über die Ureinwohner, den Maori. Man kann viel sehen, hören, anfassen… einfach toll gemacht.

Nun wird es Zeit für die Südinsel! Geplant war die dreistündige Überfahrt Morgens um halb elf. Gefahren sind wir erst am Abend um acht! Die Morgenfahrt wurde annulliert die nächste freie Fahr war um acht! Also gab es für uns nochmals ein Tag Wellington, ein Tag mehr asiatisches Essen und ein Tag mehr gute Cafes. Obwohl… diese findet man hier überall im ganzen Land!

Bis gli,
Stine u Michu

19. Februar 2012

Bienvenue au paradis

Bienvenue au paradis

25. Januar – 8. Februar 2012
Geschrieben in Wanganui, Neuseeland

Unsere erste Station nach dem südamerikanischen Kontinent ist die Südsee! Genauer die Insel Moorea (gehört zu Tahiti) in Französisch Polynesien.

Da wir sehr spät am Abend ankamen und sehr früh am Morgen abflogen, buchten wir für die erste und letzte Nacht ein Hotel auf Tahiti in der Nähe vom Flughafen. Die eigentlichen „Ferien in den Ferien“ verbrachten wir dann im Moorea Pearl Resort & Spa eben auf Moorea. Die kleine Insel neben Tahiti erreichten wir mit einer 30Min Fahrt mit der Fähre.

Die Begrüssung im Hotel war sehr herzlich inklusive einem sehr süssen Willkommensdrink. Eine andere Überraschung war, dass wir in ein Überwasserbungalow geführt wurden statt wie gebucht in ein Gartenbungalow. Dies sei ein gratis Upgrade welches wir erhalten sagte uns die Hotelangestellte, welche uns zum Bungalow führte. Wir sagten natürlich nicht Nein und waren sehr froh über das Wasserbungalow, denn unser Hotel hat keinen Strand. Somit hätten wir zum schnorcheln immer über den öffentlichen Steg ins Meer hüpfen müssen und zum liegen wieder zurück zum Bungalow oder zum Pool. Mit unserer Überwasser- Variante waren wir natürlich sehr verwöhnt. Das Bungalow war riesig mit gaaaanz grossem Bett, eigener Terasse mit Zugang direkt ins Meer und im Zimmer hatte es ein Glasfenster im Boden wodurch wir die Fische von innen auch noch beobachten konnten. Einfach Luxus pur!

Gleich nach unserer Ankunft erblickten wir von unserer Terasse aus ein paar Delphine in der Bucht! Es waren zwar die einzigen die wir während unserem Aufenthalt hier sahen aber das eine mal war schon genug um noch ein paar Glückshormone mehr freizulassen! 🙂 (Auf jeden Fall für Stine…). Wir hatten Glück, dass wir das äusserste Bungalow mit Blick aufs offene Meer erhielten und nicht mit Blick aufs Hotel. Die Bungalows wurden aufs Riff gebaut und unseres war gleich am Beginn des Riffs, wo sich am meisten Schönes entdecken lässt. Von der Terasse aus wie auch im Wasser beim schnorcheln!

An einem Tag mieteten wir ein Auto und umrundeten die ganze Insel. Wir fuhren hinauf auf einen „Berg“ mit schöner Aussicht auf die bekanntesten Buchten Baie de Cook und Baie de Opunohu, besichtigten eine Fruchsaftfabrik inkl. Degustation, trafen Einheimische, sehr sehr freundliche Ananasbauern mit denen wir eine ganze Weile redeten und erhielten gratis 4 Ananas und ca. 15 Bananen (eine ganze Bananenstaude…). Übrigens waren die Früchte so süss, wie wir sie noch nie zuvor gegessen haben…! Was wir nicht entdeckten waren Sandstrände. Nur ein einziger, welcher zum grössten Teil zu einer Hotelanlage gehört. Ein kleiner Teil ist öffentlich und dort gingen wir uns noch kurz im kristallklaren, türkisen Wasser abkühlen! Die Insel ist – da sie eine Vulkaninsel ist – extrem grün. Viele verschiedene Palmenarten, sonstige dschungelartige grüne Pflanzen und viele Tiare-Blumen, die Nationalblume von Tahiti, wachsen hier.

Die übrige Zeit verbrachten wir auf dieser schönen, grossen Terasse mit bequemen Liegestühlen. 🙂 Wir lasen sehr viel und gingen natürlich oft schnorcheln und sahen dabei tausende von Fischen in allen Farben und Formen, ausserdem Tintenfische und Moränen. Im Hotel konnten wir gratis Kanus benutzen und fuhren mit diesen noch weiter hinaus ans äussere Riff wo wir neben den Fischen auch Stachelrochen entdeckten.

Die erholsame Zeit hier war super! Doch jetzt freuen wir uns sehr auf den eigenen Camper, aufs selber kochen und aufs wieder herumreisen in Neuseeland!

Bis gli,
Stine & Michu

10. Februar 2012

Die Moai-Insel

Die Moai-Insel

23. – 25. Januar 2012
Geschrieben in Moorea, Französisch-Polynesien

Voller Vorfreude machten wir uns nach über vier Monaten auf dem südamerikanischen Festland in Richtung der Osterinsel auf. Diese Insel gehört zu Chile und ist von nur 3’500 Einwohner bewohnt. Die Einwohner sind grösstenteils gross, dunkel und kräftig; etwa so wie man es auch von Hawaii oder der Südsee kennt. Es gibt keinen bewohnten Fleck auf der Erde, auf dem die nächste Zivilisation weiter entfernt ist als hier (Chile ca. 4’200km, Französisch-Polynesien ca. 4’500km).

Gleich nach der Ankunft quartierten wir uns im bisher teuersten Hostel direkt im einzigen Ort hier auf der Insel ein. Nicht nur das Hostel war hier teurer, sondern auch die Lebensmittel, Fahrzeugmieten, etc. waren hier viel teurer als von Chile oder Argentinien her gewohnt.

Bekannt ist die Insel vor allem für die Moai-Kultur und deren Leute, welche vor hunderten von Jahren die weltberühmten Steinköpfe herstellten und diese tonnenschwere (der Grösste misst 21m!) teilweise über 12km über die ganze Insel gerollt haben. Insgesamt wurden auf der Insel bereits über 600 Stück gezählt. Eine Leistung die für uns nicht wirklich fassbar ist.

Am ersten Abend gingen wir den wunderbaren Sonnenuntergang in der Nähe unseres Wohnortes Hanga Roa schauen. Etwa neun Moais stehen dort in perfekter Fotografenmanier still und geniessen mit vielen Schaulustigen den Sonnenuntergang. Obwohl wir am nächsten Tag auch nochmals vorbei schauten blieb es auf Grund der Wolken der einzige richtig kitschige Untergang…

Tags darauf mieteten wir ein Quad und fuhren den Rundkurs um die Insel, welcher teils aus Asphalt teils aber auch aus einer ziemlich löchrigen Staubpiste bestand, ab. Auf dieser 70km- Fahrt macht man ca. 15-20 Stopps an den Stätten und historischen Orten dieser Kultur. Die Spanne reicht von ziemlich zerstörten und umgefallenen Moais bis hin zu einer super erhaltenen Reihe von über 10 Moais auf einem Sockel in Reih und Glied direkt am Meer stehend. Sehr beeindruckend war auch „die Fabrik“, ein zentraler Fels aus dem sämtlichen Moais herausgehauen wurden und noch diverse Unvollendete rumliegen, rumstehen oder teilweise noch halb im Fels hängen!

Nebst den Steinköpfen gefiel uns auch die Natur sehr gut. Dies vor allem weil die Insel überhaupt nicht trocken war, wie wir uns dies vorgängig vorgestellt hatten. Vor allem die riesigen Rasenflächen begeisterten uns, da uns dies an die Schweiz erinnert und eben dieses Bild schon lange nicht mehr gesehen haben.

Zudem haben wir noch einen nahezu perfekten Strand entdeckt: Feinster weisser Sand, überall Palmen, wenig Leuten, wenig Wellen, ca. 7 Moais als Rettungsschwimmer J und drei kleine Wellblech-Restaurants mit lokalen Fisch-Spezialitäten…

Am dritten Tag verbrachten wir etwas Zeit am Strand bevor es dann wieder Richtung Flughafen ging. Abends setzten wir unsere Weiterreise nach Tahiti fort, auf deren Schwesterinsel Moorea wir die zwei nächsten Wochen verbringen werden. J

Bis gli,
Stine u Michu

1. Februar 2012

Letzter Stop auf dem südamerikanischen Festland

Letzter Stop auf dem südamerikanischen Festland

19. – 23. Januar 2012
Geschrieben in Osterinsel, Chile

Nach dem Seengebiet flogen wir wieder Richtung Norden nach Santiago de Chile, die Hauptstadt mit über 5 Mio. Einwohnern, was ca. 40% aller Chilenen entspricht.

Zum Glück gaben uns zwei Reisende in Valparaiso den Tipp eine „Free Walking Tour“ durch Santiago zu machen denn die war einfach super! Noch nie haben wir eine so spannende und informative Führung durch eine Stadt gemacht.
Jeden Tag um 10:00 Uhr vor der Kathedrale an der Plaza de Armas, dem Hauptplatz von Santiago startet die Tour. Felipe, der Führer arbeitet in einem Theater und führt als Zweitjob Touristen durch die Stadt. Dass er Schauspieler ist merkte man sofort. Er konnte so interessant und lebhaft erzählen, dass es garantiert nie langweilig wurde. Nicht die Standartsätze wie: „diese Kirche XY wurde um 1817 gebaut…“, sondern viel über die heutige chilenische Politik, über die Mapuche (Ureinwohner), über die Eroberung Chiles durch die Spanier und die Kolonialzeit. Wir besichtigten natürlich die obligatorischen, bekannten Sehenswürdigkeiten wie aber auch weniger bekannte Quartiere wo es gute Cafés und Restaurants gibt oder wo das Nachtleben am tollsten ist.

Am nächsten Tag befolgten wir den Rat von Felipe und fuhren mit dem Bähnli hinauf auf den Cerro San Cristobal, dem Ausflugsberg von Santiago, (zu vergleichen mit dem Gurten in Bern.) Oben hatten wir eine super Aussicht über die ganze Stadt. Und wenn es kein Dunst, oder besser Smog gehabt hätte, hätten wir sogar die schneebedeckten Anden im Hintergrund gesehen. Ausserdem gibt es auf diesem Hügel einen Zoo, einen botanischen und japanischen Garten, zwei grosse Schwimmbecken, Spielplätze usw. Wir verzichteten auf diese Attraktionen und besuchten noch einen anderen Hügel, den nicht so hohen Cerro Santa Lucia mitten im Zentrum von Santiago. Als die Eroberer im Tal wo heute die Stadt liegt ankamen benutzten sie den Hügel als Wachturm und gründeten dort 1541 die Stadt Santiago. Der frühere Wachturm ist heute ein Park mit Spazierwegen, einer Kapelle auf der Spitze, mehreren Brunnen und einigen Bäumen. Auch hier hatten wir eine herrliche Sicht auf die Stadt.

Die Abende verbrachten wir alle in unserem Hostel. Mit dem schön gestalteten Innenhof mit Lounge, Teich, vielen Pflanzen und der romantischen Beleuchtung war es hier richtig gemütlich. Und der Besitzer kochte jeden Abend ein ausgezeichnetes Nachtessen!

Nach Santiago und über 4 Monaten südamerikanisches Festland fliegen wir nun weiter auf die Osterinsel und berichten euch bald von unseren Eindrücken der Moai-Kultur.

Bis gli,
Stine u Michu