Archiv | Januar, 2012
25. Januar 2012

Einmal um den See

Einmal um den See

12. – 19. Januar 2012
Geschrieben in Puerto Montt, Chile

An Michus Geburtstag mussten wir wirklich früh aufstehen. Da unser Flug von Santiago aus um 12:00 ging und wir ja noch in Valparaiso waren. Wir waren kurz vor 8:00 am Flughafen. Viel zu früh natürlich. Aber wir konnten ja nicht wissen, dass der Buschauffeur die gute Idee hatte uns am Strassenrand in der Nähe vom Flughafen (der ist recht weit weg vom Busbahnhof von Santiago… und fast näher bei Valparaiso….) auszusetzen. Gleich hinter dem Strassengraben gab es Taxis. Dies brachte uns in 5 Minuten zum Flughafen.

In Puerto Montt angekommen fuhren wir ins touristischere Puerto Varas welches nicht am Meer sondern am Lago Llanquihue liegt. Es ist ein kleines, hübsches Dörfchen mit vielen Cafés und einem Sandstrand. Hier tranken wir übrigens endlich wieder mal einen guten Kaffee, denn sonst kann man den hier einfach nicht trinken! Wir mieteten ein Auto um einmal rund um den See zu fahren. Im Hotel wurden wir gewarnt, dass es zu dieser Jahreszeit im Osten des Sees (also im schönsten Teil…) viele Pferdebremsen habe. Und so war es auch… Ich blieb meistens im Auto während Michu rannte um ein schönes Foto zu machen. Bei den berühmten Wasserfälle von Petrohué stieg dann auch ich aus. Diese und die Natur drumherum waren zwar wirklich schön, aber es hatte viel zu viele dieser grossen, agressiven Bremsen und genausoviele Touristen… Später, im Norden des Sees waren sie verschwunden. Die Bremsen und die Touristen. Wir waren ganz alleine… weit und breit kein Mensch, kein Dorf, nur die schöne Natur mit weiten Feldern und grossen Bäumen, den See und im Hintergrund die Vulkane. Der berühmteste und schönste, den man von drei Seiten des Sees sehen kann ist der Vulkan Osorno. Eigentlich sieht es ein wenig aus wie am Vierwaldstättersee, nur dass es dort Berge statt Vulkane hat und hier alles viel weiter und grösser ist. Rund um den See besuchten wir noch ein paar kleine, verschlafene Dörfchen, welche meistenst von deutschen Einwanderern gegründet wurden. Viel war auf deutsch angeschrieben. Zum Beispiel Bier, Kuchen, Strudel oder Feuerwehr!

Auf eine Abkühlung (obwohl ich eigentlich keine Abkühlung brauchte, denn es war nicht so heiss…) im See konnten wir natürlich nicht verzichten. 🙂

Wir besuchten nach Puerto Varas noch Valdivia, ein kleines Fischerstädtchen weiter nördlich. Hier gab es leider nicht sehr viel zu sehen. Einzig der Fischmarkt war sehenswert. Die Fischer verkaufen dort ihren frischen Fisch und futtern den Abfall an den riesigen Seelöwen und den Vögeln. Da kann man lange zuschauen, wenn man den Gestank der Fische aushalten mag…

In Puerto Montt verbrachten wir noch den letzten Tag vor dem Abflug nach Santiago. Wir sind froh, müssen wir nicht länger hier sein, denn die Stadt hat überhaupt nichts zu bieten ausser zwei Einkaufszentren, welche das genau gleiche anbieten.

Also ab nach Santiago de Chile….

Reiseschmankerl #4: Red Bull im Käfig

An einem Nachmittag in Puerto Montt brauchten wir beide etwas Koffein! Wir versuchten es mit einem Kaffee, vielleicht haben wir ja Glück und es ist ein Guter wie in Puerto Varas. Leider nein, zwei Schlücke genügten. Also suchten wir nach einem Red Bull. Das schmeckt auf der ganzen Welt gleich und hat Koffein. In einem grossen Lebensmittelgeschäft fanden wir das feine Getränk. Doch es war eingesperrt in einem kleinen Kühlschrank. Selber konnte man keins rausnehmen. Der Kühlschrank war mit einem Schloss gesichert. Ja gut, ist ja auch nicht gerade billig… 🙂 Auf jeden Fall mussten wir an der Kasse die zwei Red Bull verlangen. Die Kassiererin rufte „Dos Red Bull“ an den Infoschalter weiter hinten. Die Angestellte dort telefonierte kurz und danach kam eine andere Angestellte mit dem Schlüssel, gab der Kassiererin die zwei Red Bulls, wir konnten bezahlen und endlich wieder wach werden. 😉 Das beste daran: Das Red Bull war warm! Der Kühlschrank war nicht gekühlt…

Bis gli,
Stine u Michu

18. Januar 2012

Farbenpracht an Chiles Küste

Farbenpracht an Chiles Küste

8. – 11. Januar 2012
Geschrieben in Valparaiso, Chile

Nach dem hitzigen Mondoza genossen wir in den letzten Tagen wieder einmal eine frische Meeresbrise in der chilenischen Hafenstadt Valparaiso. Nach einem letzten Überqueren der Anden und des Grenzpostens auf 2’700müM verbrachten wir drei wunderbare Tage in dieser Stadt, welche als ein gesamtheitliches Kunstwerk betitelt werden darf. Denn nirgendwo war es bisher schöner plan- und ziellos durch die Hügel und Gassen zu laufen, denn in wirklich jeder Strasse, an fast jedem Haus und an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Jedes zweite Haus ist mit einem wunderschönen Bild oder mit einer leuchtenden Farbe bemalt, Strassenschilder und Laternen wurden verziert und Kunst gibt es an jedem Marktstand zu entdecken.

Valparaiso galt bis zur Eröffnung des Panama-Kanals als wichtigste Hafenstadt Südamerikas, und ist auf insgesamt 39 Hügeln gebaut worden. Um nicht jeden Hügel zu Fuss erklimmen zu müssen, haben die Chilenen hier vor sehr langer Zeit (eine Bahn stammt aus dem Jahr 1887) Miniversionen des Marzili-Bähnlis gebaut, welche einem für ein paar Rappen einige Anstrengungen ersparen 🙂

Am dritten Tag besuchten wir das benachbarte Viña del Mar, welches als Edelküstenort gilt, aber längst nicht den gleichen Charme ausstrahlt wie das gemütlichere Valparaiso. Trotzdem war es schön hier die Füsse wieder einmal im Pazifik zu baden (Brrr kalt!) und die Strandatmosphäre zu geniessen.

Wir erlebten hier übrigens zum ersten Mal den Versuch eines Trickdiebes uns was zu stehlen. Geistesgegenwärtig realisierten wir das Vorhaben und kamen völlig unbeschadet davon. 🙂

Ab dem 12. Januar gehts nun weiter nach Puerto Montt, welches im chilenischen Seengebiet liegt, wo wir ein paar entspannte Tage in der Natur verbringen wollen.

Bis gli,
Stine u Michu

15. Januar 2012

121 Tage – Halbzeit – Unsere TOP3

121 Tage – Halbzeit – Unsere TOP3

Nach 121 Tagen ist bereits die Hälfte unserer Reise vorbei! Höchste Zeit also, unsere TOP3 der ersten Hälfte zu erküren:

Top 3 Städte

  • Buenos Aires, Argentinien (Für uns klar DIE Metropole Südamerikas und mit am meisten europäischem Flair)
  • Valparaiso, Chile (Die ganze Stadt ist ein Kunstwerk. Hier macht Verirren Spass!)
  • Salta, Argentinien (Guter Wein, viel Charme!)

 

Top 3 Ausflüge

  • Gletscher- Hike auf dem Perito Moreno, Argentinien (Für uns Flachländler ein echtes Erlebnis)
  • Wandern im Cajas Nationalpark, Ecuador auf über 4’000müM (Sensationeller Wanderweg in luftiger Höhe)
  • Tour mit einem Naturalisten durch den Nebelwald von Monteverde, Costa Rica (So werden einem auch diese Dinge gezeigt, welche man alleine unmöglich entdecken würde)

 

Top 3 Natur und Landschaften

  • Galapagos Inseln, Ecuador (Abwechslungsreiche Natur und Tiere ohne Angst vor den Menschen)
  • Salar de Uyuni und Lagunen, Bolivien (Zuerst nichts als Salz und dann unvorstellbar malerische Landschaften)
  • Patagonien, Chile und Argentinien (Fast am Ende der Welt ist die Natur rauher, intensiver und noch schöner)

 

Top 3 Hotels

  • Hotel Las Olas, Copacabana, Bolivien (Kunstvolles Galeriezimmer mit Panoramafenster mit Sicht auf kitschigen Sonnenuntergang über dem Titicacasee)
  • Hostal Nomades, Valparaiso, Chile (Unser Hotel sollte eigentlich ein Museum sein und das erst nocht in einer Stadt, welche einem Kunstwerk gleicht)
  • Tayka Hotel del Sal, Salar de Uyuni, Bolivien (Ein Hotel komplett gebaut aus Salzblöcken inkl. Bett, Bad und Nachttisch)

Nun sind wir natürlich auf die zweite Hälfte gespannt und hoffen, dass ihr weiter mitreist.

Bis gli,
Stine u Michu

12. Januar 2012

Argentinies Weinhauptstadt

Argentinies Weinhauptstadt

2. – 8. Januar 2012
Geschrieben in Valparaiso, Chile

Nachdem wir von Patagonien nach Buenos Aires zurückgekehrt sind und in dieser Metropole nochmals einige Tagen verbracht haben, gings am 3. Januar mit einem Nachtbus weiter nach Mendoza. Für diese Überfahrt haben wir uns sogenannte Suites-Sitze gekauft, welche in etwa einem First Class- Sitz in einem Flugzeug entsprechen. Die Nacht ging in einem Bett, eigenem TV und Wifi wie im Nu vorbei. Witzigerweise spielten wir gleich nach dem Verlassen von Buenos Aires im ganzen Bus Bingo. Und Michu war unter allen Gästen der Erste, welcher durch den Bus lauthals „BINGO!“ rufen konnte. Der Preis, eine Flasche Weisswein aus Mendoza, genossen wir jedoch an einem anderen Tag.

Mendoza liegt im zentralen Westen Argentiniens am Fusse der Anden und gilt als wichtigstes Weinanbaugebiet Argentiniens. 70% der Weine werden in dieser trockenen und warmen Gegend hergestellt. Ein guter Grund also, diese Stadt zu erkunden.

Nach der Ankunft waren wir so richtig erschlagen von der Hitze, welche an allen drei Tagen zwischen 35 und 39 Grad lag und so mussten wir auch unsere Siesta-Stunden (im kühleren Hostelzimmer) zwischen 14.00 und 17.00 Uhr wieder einlegen! Die Stadt selber erhielt von vielen Reisenden und auch von unserem Reiseführer viel Vorschusslorbereen, aber dies können wir irgendwie nicht bestätigen. Es ist zwar ein gewisser Charme da, aber irgendwie sind wir vom Zentrum und der Stadt als Ganzes nicht überzeugt.

Deshalb setzen wir alle Hoffnung auf Maipu, ein Mini-Dörfchen, welches 17km ausserhalb von Mendoza liegt und nur einem Zweck dient: Weinanbau… So machten wir uns mit dem öffentlichen Bus auf zu Mr. Hugo, einem Fahrradverleih direkt an der Hauptstrasse von Maipu, welcher uns mit einer Karte und zwei Fahrrädern ausstattete. Wir entschieden uns gleich zu Beginn den längsten Weg bis zur Winzerei der Familie „Di Tomasso“zu radeln. Weindegustation auf leeren Magen fanden wir aber keine gute Idee und deshalb assen wir zuerst einen wunderbaren Poulet-Eintopf und genossen dazu einen Malbec Roble, welcher ca. 3m von unserem Tisch entfernt gedeiht. 🙂 Kurz vor dem Dessert entdeckte Michu einen alten WK-Kollegen mit seiner Freundin und so quatschten wir den halben Nachmittag über Gott und die Welt.
So ging der Tag weiter und wir machten uns müde und leicht angesäuselt auf den Rückweg. Unterwegs legten wir noch einen Stopp bei einer Olivenölfabrik ein und besuchten die Produktionsräume. Ausserdem durften wir uns einmal quer durchs Sortiment und zurück degustieren…

Nun verlassen wir Argentinien definitv zum letzen Mal Richtung Chile, wo wir als erstes Valparaiso, die Hafenstadt in der Nähe von Santiago besuchen werden.

Bis gli,
Stine u Michu

4. Januar 2012

Fast am Ende der Welt…

Fast am Ende der Welt…

10.  – 21. Dezember 2011
Geschrieben in Buenos Aires, Argentinien

Nur ein kurzer Flug von 3h und schon kamen wir ganz im Süden, in Patagonien an, genauer in einem kleinen Städtchen Namens El Calafate. Klein aber fein… die Geschäfte und Restaurants befinden sich alle in einer Strasse, die Häuser sind meistens aus Holz, mit Dächern fast bis zum Boden und oft schön bunt angemalt. Es erinnert uns ein bisschen an Blockhäuser in Kanada oder Skandinavien. Das Klima hier unten ist sehr abwechslungsreich und man muss auf alles gefasst sein. Einmal ist es angenehm warm, dann wieder eisig kalt und fast immer blies ein starker Wind. Wir hatten aber Glück, denn geregnet hat es nie!

Gleich am Tag nach unserer Ankunft fuhren wir mit dem Bus in den 80km entfernten Nationalpark Los Glaciares. Dort befindet sich eines der Highlights dieses Nationalparks. Der Perito Moreno Gletscher, welcher in den Lago Argentino ragt.  Dieser eindrückliche, bläulich schimmernde Gletscher wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Er ist 35km lang, 5km breit und ab der Wasseroberfläche 60m hoch. Unter dem Wasser geht er nochmals 120m in die Tiefe. Er ist einer der wenigen Gletscher, die auch heute noch wachsen.

Wir mussten uns warm anziehen. Ich glaube, in meinem Rucksack im Hotel blieb nicht mehr viel zurück. Thermounterwäsche (oben wie unten), T-Shirt, Faserpelz, Softshell- und Regenjacke, Halstuch, Kappe und Handschuhe… nach 5 Stunden Besichtigung war es einfach nur noch eiskalt. Aber egal!!! Der Perito Moreno war jede Sekunde in der Kälte wert! Wir verbrachten oft längere Zeit an einem Ort, nur um zu beobachten, wie die 60m hohen, gezackten Eisstücke abbrechen und krachend in den Lago Argentino fallen. Schon nur dem Gletscher zuzuhören war ein Spektakel! Es knarrte und knirschte über die ganze Breite des Gletschers. Es war unglaublich beeindruckend!

Mit dem Bus ging es weiter in den Norten nach El Chalten, der Wanderhauptstadt Argentiniens. Dieses Dorf wurde erst 1985 extra für Touristen gegründet. Das praktische hier ist, dass man die Wanderungen direkt vom Dorf aus machen kann und nicht noch zuerst paar Kilometer mit dem Bus fahren muss. Wir machten eine Wanderung, welche durch ein hübsches Flusstal führte wo der Wind so stark war, dass es (vor allem mich) viel Kraft kostete einen Schritt zu gehen. Wir kamen aber doch noch am selben Tag an und es hat sich gelohnt! 🙂 Ein wunderschöner Wasserfall fällt in einen klaren, blauen, kleinen See und fliesst als Bächli zwischen Bäumen und Felsen weiter. Ein Ort zum hinsitzen und geniessen! (Und es war windstill!) Der Rückweg war um einiges einfacher, da der Wind uns richtig vorwärts trug. Wir haben in unserem Leben noch nie so einen starken Wind erlebt… Unser Ziel für den zweiten Tag, das Bergmassiv Fitz-Roy mit dem berühmten Cerro Fitz Roy konnte man unten im Tal schon von weitem sehen.  Diese Wanderung führte auf einem schmalen Wanderweg durch Wälder mit teils abgestorbenen Bäumen hinauf zu einem Aussichtspunkt bei der Laguna Capri. Die Zusammensetzung Cerro Fitz Roy, Lagune und Wälder war wunderbar. Wir blieben auch hier lange sitzen und genossen die Ruhe und die wunderschöne Aussicht.

Ein anderer sehenswerter Nationalpark in Patagonien ist der Torres del Paine. Der Name hat nichts mit Schmerz zu tun, sondern bedeutet „blaue Türme“. (Paine = blau, ist ein Wort aus der Sprache der Mapuche Indianer.) Wir übernachteten in dem Städtchen Puerto Natales in Chile. Der Park ist etwa 100km vom Ort entfernt. Für den ersten Tag haben wir eine Schiffstour auf dem Lago Grey gebucht. Das einzige Problem war, dass wir keine günstige Möglichkeit fanden, dorthin zu gelangen. Die Bustransfers hatten ewig lange, da diese noch den alten, längeren Weg fuhren und auch nicht direkt bis zum Lago Grey. Der Veranstalter der Schiffstour verlangte so einen übertriebenen Transferpreis, dass wir schlussendlich für 2 Tage einen 4×4 Jeep mieteten.

Leider verpassten wir die Abzweigung zur kürzeren Strasse und mussten somit den langen Weg nehmen welchen auch der Bus fährt. Aber wir haben zum Glück genügend Zeit eingeplant um zum Abfahrtsort des Schiffes zu gelangen. Wie es der Zufall will, sahen wir dafür auf dieser Strecke noch drei Kondore (die grössten Greifvögel der Welt mit einer Spannweite von 3-4 Meter) über uns im Himmel kreisen. Die sieht man sonst eher selten bis gar nie.

Das Schiff fuhr los, rechts und links Berge und Wälder, im Wasser schwammen Eisschollen an uns vorbei. Ab und zu musste das Schiff ein paar Eisblöcke wegstossen um durchzukommen und ich hoffte immer, dass wir nicht so enden wie die Titanic… (Gut, im Notfall hätte man hier noch an Land schwimmen können…) Wir fuhren bis zum Grey-Gletscher welcher im See endet. So nah am Gletscher zu sein war sehr eindrücklich. Sogar anfassen war möglich, bei einem riesigen, abgebrochenen Stück Eis! Und für die, die sich jetzt fragen: Nein, ich wurde nicht seekrank! 🙂

Am nächsten Tag machten wir einen „Sightseeing-Tour“ mit unserem Jeep durch den Park. Wir fuhren vorbei an grüner Landschaft mit fein riechenden Blumenwiesen, vorbei an Seen und Wasserfällen, wanderten an türkisen Lagunen entlang zu einem abgelegenen Aussichtspunkt, wo wir die mehr als 2000m fast senkrecht aufragende Torres del Paine bestaunten und beobachteten die im Park frei lebenden Guanacas. Eine Mischung aus Alpaca und Reh… Wir waren froh, haben wir ein 4×4 Jeep gemietet, denn im Nationalpark gibt es nur Schotterstrassen welche zum grössten Teil sehr holprig sind. Wir hatten grosses Glück, dass wir ein paar Tage vor dem grossen Brand dort gewesen sind und bedauern sehr, dass wieder einmal jemand mit dem Feuer so fahrlässig umging. Schade um den schönen Park!

Was wir unbedingt machen wollten war eine Gletscherwanderung. Wir buchten eine fünfstündige Wanderung auf dem Perito Moreno Gletscher. Zuerst fuhren wir mit dem Schiff entlang dem Gletscher bis zur Moräne, welche wir danach ca. eine Stunde bis zum Basislager entlanggingen. Dort teilten wir uns in drei Gruppen auf und erhielten Steigeisen für an die Schuhe und ein Sicherheitsgurt. Wir waren zehn Personen pro Gruppe mit zwei Führern. Zuerst fühlte sich das Gehen auf dem Eis etwas komisch an, alle waren ein bisschen verkrampft. Uns wurde gezeigt, wie wir die Füsse stellen sollen wenn es rauf oder runter geht. Ich machte es am Anfang immer verkehrt. Mit der Zeit ging es aber immer besser, und nach vier Stunden waren wir halbe Profis. 🙂 Die Gletscherwelt… unglaublich schön, mit diesen verschiedenen Blautönen, den blauen, kristallklaren Flüssen die durch das Eis fliessen und den eindrücklichen, tiefen Spalten. Wir konnten ca. 15m weit in eine Eishöhle hineingehen und mit dem Sonnenlicht, welches hineinstrahlte sah es richtig kitschig aus. Die Platzangst hat man dort schnell vergessen… Obwohl ich zuerst ein bisschen Bedenken hatte, hat uns diese Gletschertour richtig Spass gemacht und war super schön! Ein Erlebnis, welches wir so schnell nicht vergessen werden.

Nun geht es heute Nacht mit dem Nachtbus weiter  nach Mendoza, dem bekanntesten Weingebiet Argentiniens.

Bis gli,
Stine u Michu