Archiv | Oktober, 2011
29. Oktober 2011

Besuch in Ecuadors Bern

Besuch in Ecuadors Bern

23. Oktober – 27. Oktober 2011
Geschrieben in Guayaquil, Ecuador

Wir sitzen in Guayaquil am Flughafen und warten auf unseren Abflug nach Lima. Wir sind etwas zu früh hier und haben deshalb noch Zeit, einen Bericht über Cuenca und den Cajas Nationalpark zu schreiben. (Der Bus kam etwas früher an als eigentlich geplant. So wie die hier fahren… kein Wunder!)

Es fiel uns fast ein bisschen schwer, die wunderschöne Stadt Cuenca und unser gemütliches Hotelzimmer, mit dem herrlichen Ausblick (siehe Foto) zu verlassen. Wir waren diesmal oft im Hotelzimmer. Michu war grippig und fühlte sich zwei Tage lang nicht fit genug um den ganzen Tag etwas zu unternehmen. Trotzdem konnten wir die schöne Altstadt mit den vielen Kirchen, Plätzen und anderen Bauten – alles im Kolonialstil – besichtigen. Die Altstadt ist nicht sehr gross, so dass wir alles zu Fuss erreichen konnten und zwar alles auf Pflastersteinen. (War ja fast wie in Bern…) Was wir super fanden: Die Altstadt ist sicher! Wir konnten auch am Abend zu Fuss gehen und mussten nicht immer, wie in Quito, ein Taxi nehmen. Und was nebenbei auch noch toll war, es hat eine Gelateria in der Nähe unseres Hotels. Da gab es sehr feine Glace und man konnte sie geniessen ohne Angst vor einem längeren Toilettenbesuchen zu haben. 🙂

Was uns sehr gefallen hat, war der Spaziergang am Fluss entlang. Der Fluss ist etwa so gross wie die Emme in Burgdorf und hat schöne, grüne Ufer, wo ab und zu die Hausfrauen ihre Wäsche waschen und dann im Gras trocknen lassen.

Am letzten Tag in Cuenca, als sich Michu wieder einigermassen fit fühlte, besuchten wir den Cajas Nationalpark. Wir fuhren mit dem Taxi in 30 Minuten zu unserem Startpunkt auf 3950 m, wo unsere dreistündige Wanderung begann. Wir wanderten mitten in den Bergen von einer Lagune zur anderen. Rauf und runter, durch den „Hexenwald“, über Felder und Steine… es war wunderschön. Die Ausblicke die wir auf jeder Anhöhe hatten waren eindrücklich und fantastisch. Wir hatten uns schon so gut aklimatisiert, dass uns das Atmen nicht mehr zu schaffen machte. (Ausser mir, wenn es ein bisschen länger rauf ging… aber das ist ein Problem der Kondition…). Am Schluss der Wanderung erfuhren wir von einer Nationalparkangestellten, was es hier so für Tiere gibt. Lamas, Waschbären, Ratten, paar Reptilien und vor allem Wölfe!! Da hatte ich aber gar keine Freude mehr und war froh, dass wir die Wanderung schon hinter uns hatten. Mit dem Bus fuhren wir dann in einer Stunde wieder zurück nach Cuenca. (Dieser Buschauffeur war nicht so ein geschwinder wie der heute…)

Uuups, wir müssen los! Jetzt habe ich so lange geschrieben, dass ich die Zeit vergessen haben. (Ja ich weiss, der Text ist nicht sooo lang, aber ich bin halt nicht so schnell zufrieden :-)).

Reiseschmankerl #1: Das Busfahren

Noch was übers Busfahren: Wir möchte euch einmal zeigen, wie dies hier so geht:

Die Billette kauften wir bis jetzt immer ein Tag vor Abfahrt. Das müsste man nicht, man könnte auch kurz vor der Abfahrt noch ein Ticket kaufen. Die Chance, dass man dann aber nicht zusammensitzt und ganz hinten ist dann sehr gross. A propos sitzen: Die Ecuadorianer sind ja nicht gerade die, die alles so genau nehmen und man könnte denken, es wäre ihnen doch egal wo sie sitzen. Aber dem ist nicht so:  Wenn man im Bus auf ihrem Platz sitzt, dann können sie ganz böse schauen und einen davonjagen. Und vielleicht fragen sie auch noch ganz frech, ob man überhaupt ein Ticket für diesen Bus gekauft habe, sonst solle man sofort wieder aussteigen. 🙂

Ich fragte einmal, ob der Bus denn auch direkt fahre. (Wir meinten eigentlich ohne anzuhalten. Die Leute hier verstehen unter direkt mehr, dass man nicht umsteigen muss.) Auf jeden Fall sagte die Verkäuferin „Si, si, claro!“ Wir waren also froh, dass wir nicht gross auf unser grosses Gepäck, welches wir unten im Bus verstauten, schauen müssen. Und eben, direkt heisst nicht ohne anzuhalten und die Busse hier halten ständig an. Es muss nicht einmal in einem Dorf oder an einer Haltestelle sein. Es kann auch mitten auf einer dreispurigen Schnellstrasse sein. Der Buschauffeur hält dann nicht wirklich an. Der Passagier muss halt schauen, dass er auf den langsam fahrenden Bus aufspringen kann. Das selbe gilt übrigens auch fürs Aussteigen. Man steigt nicht an einer Haltestelle aus, sondern dort wo man gerade will. Dann kann es schon vorkommen, dass der Bus in einem Dorf oder in einer Stadt alle paar Meter anhält. Da fragt man sich schon manchmal wieso diese Frau nicht auch 50 m vorher mit der anderen Frau aussteigen konnte…

Ausserdem kommen immer wieder Verkäufer rein, die einem etwas verkaufen wollen. Am meisten Getränke und Esswaren wie Chips, getrocknete Bananen, Früchte oder gefülltes Gebäck. Dann gibt es noch solche, die gefälschte DVD’s und CD’s, Tee extra für Männer…, Bürsten, Haarklammern, Taschenlampen etc. verkaufen möchten. Wer nichts verkaufen will, der probiert es mit singen. Und ich sage euch, das machen hier viele, und nicht jeder kann singen…

Adiós Ecuador! Bienvenido Peru!

Bis gli,

Stine u Michu

23. Oktober 2011

Mal ein bisschen Höhenluft schnuppern…

Mal ein bisschen Höhenluft schnuppern…

16. Oktober – 22. Oktober 2011
Geschrieben in Cuenca, Ecuador

Am letzten Sonntag traffen wir am Flughafen auf den Galapagos nochmals den Rest unserer Galapagos-Tour-Gruppe, welche auch den letzten Teil miterlebten, den wir auf Grund der Seekrankheit ausliessen. Freudigerweise erzählten sie zwar von einer weiteren schönen Insel, aber in Sachen Tiere hatten wir bereits vorgängig alles sehen können.

Mit dem Abflug Richtung Quito begann auch in unseren Köpfen das Abenteuer Südamerika so richtig, da die Galapagos nicht ganz dem Festland entsprachen. Quito ist die Hauptstadt Ecuadors, ist auf ca. 2’800 müM gelegen und hat 2 Millionen Einwohner. Bereits bei der Ankunft bemerkten wir, dass die Luft etwas dünner war und uns bereits Treppen oder kleine Hügel zu schaffen machten. Dazu kam noch der enorme Smog, welcher auf Grund der nicht gerade umweltfreundlichen Auspuffe der Autos, Busse und Lastwagen, erheblich war.

Am Montag erkundeten wir zu Fuss die Altstadt von Quito, welche von alten Kolonialhäusern nur so strotz und zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Die Altstadt ist nicht gross, aber bietet mit Museen, etlichen Kirchen und schönen Plätzen viel zu sehen. Gleich hinter der Altstadt liegt die Bergkuppe Panecillo, welche wir auf Grund des herrlichen Ausblicks über die gesamte Stadt im Laufe des Nachmittags auch noch besuchten. Auf Grund von Warnungen bezüglich Kriminalität, waren wir gezwungen ein Taxi rauf und runter zu nehmen. Auch ab 18.00 Uhr mussten wir stets ein Taxi benutzen und konnten selbst kurze Strecken von 200-300m nicht mehr laufen.

Am Dienstag besuchten wir das ca. 25km von Quito entfernte Mitad del Mundo, welches, wie es der Name schon sagt, der Mittelpunkt der Erde darstellt. Heisst: Dieses Dörfchen liegt genau auf dem Äquator. Zur Markierung des Äquators wurde ein grosses Denkmal erbaut, welches wir  keuchend (ca. 300 Treppentritte) erstiegen. 🙂
GPS-Messungen vor einigen Jahren ergaben, dass eben dieses Denkmal ca. 200m neben dem echten Äquator liegt und so besuchten wir auch den echten Mittelpunkt noch. Genau auf dem Äquator liegt ein kleines Museum, in welchem wir ca. eine Stunde über Ecuadors Geschichte, Lebensweisen der Einheimischen und Schrumpfköpfe informiert wurden. Weiter konnten wir einige Experimente machen, welche mit dem Äquator zu tun haben: Ein Ei auf einen Nagelkopf stellen, Beobachten des Wasserabflusses auf, südlich und nördlich vom Äquator, das fast unmögliche balancieren auf dem Äquator. (Die Kräfte ziehen gegen Norden und Süden) und viele weitere spannende Experimente.

An unserem letzten Tag in Quito nahmen wir den Teleferico (Gondelbahn) und fuhren innert Minuten auf ca. 4100müM. Oben angekommen genossen wir die grandiose Aussicht auf die Stadt und die umliegende Umgebung. Eindrücklich waren vor allem die Vulkane im Hintergrund. Der bekannteste davon ist der von Gletscher bedeckte, knapp 6000m hohe Cotopaxi.

Baños

Am nächsten Tag erreichten wir nach ca. 4h Busfahrt Baños, welches bekannt für seine Thermalbäder ist. Ein Thermalbad in Ecuador entspricht nicht ganz den Standards in der Schweiz. Zwar bezahlten wir pro Person nur 2 USD Eintritt, hatten aber dafür auch nur zwei kleine, mit Menschen überlofene Becken zur Verfügung. Eines davon heiss, das andere zu heiss…

Am Freitag packten wir unsere Wanderschuhe aus und liefen den Höhenwanderweg oberhalb Baños, welcher eine schöne Aussicht über die Stadt und den Vulkan bot. Die Wanderwege und vor allem die Beschilderungen sind mässig, aber dank eines Wanderbuchs, welches wir in Quito teilweise kopierten, fanden wir wieder zurück. 🙂 Das anschliessende Bad in einem anderen Thermalbad behagte uns schon mehr und nach einem Fondue Bourgignon gingen wir müde schlafen.

Und heute brachten wir die 8h lange Busfahrt nach Cuenca hinter uns… In Cuenca werden wir nun einige Tage verweilen, bis wir am 27. Oktober von Guayaquil Richtung Lima, Peru weiterfliegen.

Wir melden uns bald wieder mit einem Bericht über Cuenca und die umliegende Umgebung.

Bis gli,

Stine u Michu

 

15. Oktober 2011

Alternativuniversum inmitten des Pazifiks

Alternativuniversum inmitten des Pazifiks

6. Oktober – 15. Oktober 2011
Geschrieben in Puerto Ayora, Galapagosinseln, Ecuador

Nachdem wir Costa Rica am 7. Oktober mit 4.5 Stunden Verspätung per Flugzeug verlassen und nur dank einigen Sprints den Anschlussflug in Miami erreicht hatten, landeten wir planmässig in Guayaquil und somit auf dem Festland Ecuadors. Die Hafenstadt liegt im Südwesten des Landes und ist mit gut 3 Millionen Einwohnern die grösste Ecuadors und beherbergt somit etwa einen Fünftel der Landesgesamtbevölkerung. Bevor wir am 9. Oktober Richtung Galapagosinseln weiterflogen, hatten wir noch einen Tag Zeit die Stadt zu besichtigen. Dank grosser Investitionen in den letzten Jahren gilt Guayaquil mittlerweile als realtiv sicher und so machten wir uns unbeschwert auf, die 2.5km lange Flusspromenade und den Cerro Santa Anna zu erkunden. Der Cerro Santa Anna ist ein kleiner Hügel am Ende der Promenade mit vielen farbigen Häusern, einem Leuchtturm und einer kleinen Kirche auf der Spitze. Die 360 Grad-Rundumsicht war eindrücklich und liess die Grösse der Stadt erahnen.

Am Sonntag flogen wir dann weiter nach Baltra, ein kleiner Fleck auf der Karte der Galapagosinseln. Diese Vulkaninselgruppe Galapagos liegt über 1’000 km entfernt vom Festland inmitten des Pazifiks und bringt einem dazu ,die Welt mit anderen Augen zu sehen. Wir hatten eine achttägige Tour gebucht, die für uns aber nur fünf Tage dauerte. Mehr dazu später…

Gleich nach der Ankunft wurden wir mit Bussen an den kleinen Hafen gefahren und mit den Dingys (kleine Beiboote) auf unser Kreuzfahrtschiff, welches Platz für 16 Gäste bietet, transportiert. Da es am Flughafen von älteren Menschen nur so wimmelte, befürchteten wir einen Altersheimausflug mitzumachen. Jedoch hatten wir Glück und kamen in eine super Gruppe mit vielen jungen und netten Leuten!
Kurz nachdem wir an Bord gingen fuhren wir auch schon los um den ersten Ankerplatz (entschuldigt den Matrosen-Slang, aber ich bin jetzt ein Seebär…) zu erreichen. Die Tagesabläufe waren stark durchgeplant und sahen im Normalfall ungefähr dieses Programm vor:

  • Frühstück 6.30 Uhr
  • 2.5h Ausflug auf einer Insel mit Wet oder Dry Landing
  • 1h schnorcheln vom Strand oder vom Dingy aus
  • Mittagessen: 12.00 Uhr
  • 2.5h Ausflug auf einer Insel mit Wet oder Dry Landing
  • 1h schnorcheln
  • Abendessen 19.00 Uhr

In der Nacht und zwischen den einzelnen Aktivitäten fuhr das Boot immer weiter an den nächsten Ankerplatz. Diese Fahrten dauerten zwischen 1h und 8h und reichten von 2km bis zu Distanzen über 100km.

Die einzelnen Inseln waren extrem unterschiedlich und so varierte die durch Vulkane geprägte Landschaft aber auch die Tierwelt ständig. An Land sahen wir diverse Arten von Vögel (darunter Pelikane, Blau- und Rotfusstölpel, etc,), Robben, unzählige Seelöwen, Pinguine, Landschildköten die bis 250kg schwer und 200 Jahre alt werden können, Meeresschildkröten, Meeres- und Landleguane, Schlangen, Spinnen und hunderte von Krebsen. Uns beindruckte nicht nur die enorme Vielfalt sondern auch die Tatsache, dass diese Tiere aufgrund des sehr guten Schutzes keine Angst vor Menschen haben. So konnten wir uns den Seelöwen, Schildkröten, Leguanen und auch den Vögeln bis auf einen halben Meter nähern. Selbst Seelöwenmütter welche ihr Baby säugten wurden nicht nervös und liessen unsere neugierigen Blicke ohne weiteres zu.

Das gleiche Bild bot sich unter Wasser und so schnorchelten wir mit Herrscharen von Fischen, Meeresschildkröten, Rochen, Seelöwen (20-30cm Distanz zu meiner Taucherbrille), die mit uns spielten und sogar mit mehreren Weissspitzenhaien, welche in einer Distanz von ca. 3m neben uns schwammen.

Leider wurde Stine bereits während der ersten längeren Überfahrt auf der rauhen, offenen See extrem Seekrank (leider nützten hier auch die starken Tabletten nichts mehr) und so verbrachten wir zwei ganze Nächte mit nur ganz wenig Schlaf draussen auf dem Deck. Deshalb entschieden wir bereits nach fünf Tagen von Bord zu gehen und die letzten drei Nächte in einem Hotel auf der Insel Santa Cruz zu verbringen, bis wir am 16. Oktober planmässig nach Quito weiterfliegen werden.

Wir melden uns in etwa einer Woche mit einem Bericht über die Gegend von Quito und wünschen euch bis dahin eine gute Zeit.

Bis gli,
Stine u Michu

5. Oktober 2011

Von Tucanen, Kapuzineräffchen und Leguanen

Von Tucanen, Kapuzineräffchen und Leguanen

1. Oktober – 5. Oktober 2011
Geschrieben in Quepos

Die letzten Tage die uns in Costa Rica blieben, verbrachten wir in Quepos. Dem Ort, von dem aus man den Manuel Antonio Nationalpark besuchen kann, wenn man nicht in den teuren Hotels gleich beim Park übernachtet.

Am Morgen früh ging es los, bei Regen. Na ja, irgendwann wird es wohl aufhören…. Mit unserem Guide und sechs weiteren Touristen schlenderten (nicht wanderten) wir ca. 3 Stunden durch den Nationalpark. Der Park ist nicht so gross wie andere. Nur der zweitkleinste von Costa Rica. Aber dafür einer der schönsten.

Zum Glück hörte es nach ca. 1  1/2 Stunden auf zu regnen. Da war ich schon sehr froh, denn wenn es so stark regnet macht das ganze irgendwie nur halb so viel Spass. Man kann so  auch nicht so gut in die Bäume raufschauen und Faultiere entdecken, wenn es immer in die Augen regnet. Auf jeden Fall wurde es danach viel besser. Wir sahen Kapuzineräffchen, eben Faultiere, Tucane und viele Leguane (Iguanas) von klein bis gross und in den verschiedensten Farben. Der „Jesus Christ“ kann sogar übers Wasser rennen; deshalb der Name…

Im Park hat es wenige kleine Buchten. Weisser Strand mit vielen Kokosnüssen, klares, blaues Wasser (wenn der Himmer blau wäre…) und im Hintergrund der Dschungel. Wunderschön! Das verlockte schon ein bischen zum baden und verweilen. Das Wetter aber leider nicht. So liefen wir weiter, sahen noch mehr Faultiere (die schlafen übrigens 20 Stunden am Tag und 4 brauchen sie fürs Essen… 🙂 ) und noch mehr Iguanas. Am Strand, auf Bäumen, IN Bäumen (In Löchern der Stämme auf Kopfhöhe von Michi… er ist schön erschrocken…) und sonst sind die irgendwie überall.

Auf jeden Fall war dies – trotz schlechtem und sehr heissem Wetter – ein schöner Ausflug. Ist schon beeindruckend wieviele Pflanzen und Tiere es in diesem kleinen Land gibt.

Nun fliegen wir am Freitag weiter nach Ecuador und zwei Tage später auf die Galapagos-Inseln, auf denen wir eine 8-tägige Schiffstour machen werden. Somit wird der nächste Bericht in ca. zwei Wochen folgen.

Schiff ahoi,

Stine u der erste Offizier

2. Oktober 2011

Beachlife an der Pazifikküste

Beachlife an der Pazifikküste

22. Septebmer – 1. Oktober 2011
Geschrieben in Jacó

Geburtstags-"Kuchen"

Zuerst mal: Ja, wir haben es an Stine’s Geburtstag rechtzeitig an die Pazifikküste geschafft. Wir feierten den Geburtstag mit Baden im Meer und einem wunderbaren Abendessen in einem Strandrestaurant in Playa Tamarindo.

Bevor wir jedoch die Küste erreichten reisten wir mit einem Kleinbus innert gut 5 Stunden über hollprigste Strassen von Monteverde im zentralen Hochland nach Playa Tamarindo auf der Halbinsel Nicoya. Diese Kleinbusse für max. 8 Personen blieben dann auch unsere einzige Möglichkeit auf den Reisen zwischen den Strandorten.

Playa Tamrindo

Wir verbrachten nach der Ankunft aus Monteverde zwei Nächte in Tamarindo, das wegen des hohen Anteils an Amerikanern unter den Einheimischen auch Tamagringo genannt wird 🙂 Da wir während der Nebensaison in Costa Rica sind, war Tamarindo wie ausgestorben und wir hatten keine Mühe bald weiter zu ziehen.

Playa Samara

Der nächste Stopp machten wir in Samara, wo wir ein hübsches Zimmer direkt am Meer fanden. Nebst gutem italienischem Essen und einem ziemlich „unberührten“ Strand hatte man aber auch Samara realtiv schnell erlebt. Und so genossen wir das süsse Nichtstun und entspannten vom Stress der letzten Wochen vor der Abreise.

Montezuma

Der letzte Ort, welchen wir auf der Nicoya-Halbinsel besuchen wollten, war Montezuma, welches sich ganz im Süden  befindet. Nach erneuten 4h Busfahrt (für ca. 100km Strecke….) kamen wir am Dienstagmittag an und machten uns am Nachmittag sogleich auf den Weg Richtung Montezuma Wasserfall. Gemäss unserem Reiseführer führt „ein ausgeschildeter Pfad“ zum Ziel, wir fanden jedoch keine Schilder und eigentlich auch keinen richtigen Pfad. Uns so kämpften wir uns Meter für Meter durch den Dschungel, kletterten über glitschige Steine und passierten einen Fluss. Der Wasserfall selber war dann leider eine kleine Enttäuschung und das Schwimmbecken mit braunem Wasser lud uns überhaupt nicht zum baden ein. Also kämpften wir uns wieder zurück und genossen eine kalte Dusche im Zimmer. 🙂

Tags darauf startete um 09.00 Uhr der gebuchte Ausflug zur Isla Tortuga (Schildkröteninsel), auf der wir zwar keine Schildkröten, dafür aber so ziemlich den perfekten Strand fanden. Feinster weisser Sand, praktisch keine Wellen, Schattenplätze direkt unter Palmen und ein Wildschwein am Strand kommen doch schon ziemlich nahe an einen Traumstrand hin. Auf dem Weg mit dem Speedboat hin zur Insel entdeckte der Kapitän Delfine und chauffierte uns bis 5m an die springenden und singenden Tiere heran. Beim anschliessenden Schnorcheln im warmen Wasser sahen wir verschiedenste Fische und die Farbenpracht der Unterwasserwelt zog uns ein weiteres Mal in ihren Bann.

Jacó

Am Donnerstag querten wir ebenfalls mit dem Speedboat in ca. 75 Minuten den Golf von Nicoya. Unterwegs entdeckte wiederum unser Kapitän eine Buckelwalmutter mit ihrem Baby. Nach vorsichtiger Annäherung konnten wir im Abstand von ca. 20 Metern das Herausspringen (und vor allem ins Wasser platschen) beobachten. Wir sahen anscheinend bedeutend mehr als andere Personen auf sogenannten Whalewatching-Touren. 🙂

 

Wir bleiben nun noch bis am Montag in Jacó und reisen dann zum Manuel Antonio Nationalpark, unserem letzten Etappenort in Costa Rica. Danach geht es am 7. Oktober per Flugzeug via Miami nach Guayaquil in Ecuador. Wir melden uns bald wieder mit dem letzten Bericht aus Costa Rica.

Bis gli,
Stine u Michu